Modul 4 - Segmentale Faszientherapie
Reflektorische Innervation der Faszien und ihre therapeutische Nutzung

In zahlreichen Therapieformen werden reflektorische Zusammenhänge genützt. Die bisher bekannten Anwendungen umfassen die Gebiete der Haut (Dermatome), der Muskulatur (Myotome), der Knochen (Osteotome) und der Organe (Viszerotome).

Das Bindegewebe und die Faszien wurden hierbei bislang stark vernachlässigt. Wie die neuesten Ergebnisse aus der Faszienforschung zeigen, sind Faszien sehr dicht innerviert und haben eine sehr hohe Bedeutung für jede Art der Wahrnehmung: Exterozeption (Außenwahrnehmung), Propriozeption (Stellungs- und Bewegungswahrnehmung), Interozeption (viszerale Wahrnehmung). 
Dank der hohen Innervationsdichte sind Faszien für reflektorische Behandlungen hervorragend geeignet. Entsprechend dem Innervationsschema des gesamten Körpers innervieren die einzelnen Spinalnerven genau definierte Regionen der Faszien. Hierfür wird der neue Begriff „Fasziatom“ verwendet. 
Die Fasziatome finden sich in den Faszien der Haut (Fascia superficialis), in den Faszien des Bewegungsapparates (Fascia profunda) und auch in den Faszienhüllen der Organe (parietale und viszerale Faszien). 

In diesem Modul werden die Fasziatome in allen faszialen Schichten exakt beschreiben. Mittels speziellen Tests der superfiziellen Innervation können segmentale Belastungen erkannt werden und exakt dem spinalen Segment zugeordnet werden.

Die Therapie erfolgt angepasst an die jeweilige Morphologie der Faszien, mit dem Ziel, regulierende Reize in das zugehörige Segment zu bringen. Somit kann der Ausgleich von Dysfunktionen unterstützt werden.
Die Kenntnisse der spezifischen Fasziatome können sowohl zur Befunderhebung als auch hervorragend zur Behandlung umgesetzt werden.

Reflektorische Zusammenhänge bestehen zwischen den allen Körperregionen. Der Zustand des Bindegewebes spiegelt auch jenen der inneren Organe wieder. Über die segmentalen Verbindungen können neben allgemeinen Aussagen auch spezifische Zuordnungen getroffen werden, die therapeutisch umgesetzt werden können. Aus diesem Wissen können Therapiekonzepte abgeleitet werden, die eine Behandlung der Fasziatome sowohl als Einzeltherapie als auch als ergänzende Behandlung zu anderen manuellen Techniken ermöglichen.

Hybrid-Veranstaltung am 08.-11.07.2021
Der Kurstermin am 08.-11.07.2021 wird hybrid angeboten. Dies bedeutet folgendes:
Alle, die persönlich kommen wollen (und können) dürfen sich auf einen regulären Kursablauf freuen (mit Präventionsmaßnahmen).

All jene, die nicht kommen können (oder nicht wollen), können online am Kurs teilnehmen. Dies läuft folgendermaßen ab:
Parallel zum regulären Unterricht erfolgt eine online-Übertragung via zoom. Hierbei werden alle Präsentationen mit eingespielt und der Praxis-Unterricht gefilmt. Es besteht die Möglichkeit, jederzeit zwischendurch Fragen in mündlicher oder schriftlicher Form zu stellen.
Wer zusätzlich noch die Möglichkeit hat, daheim an einem Modell praktisch mitzuarbeiten, kann diese Praxis filmen und im Anschluss vom Referenten kontrollieren und korrigieren lassen.
Als Bonus bieten wir für alle, die online dabei sind, die Möglichkeit, den nächstmöglichen Präsenztermin in Wien kostenfrei zu besuchen. Für eine Teilnahme an einem anderen Standort verrechnen wir 40% der Kurskosten. Bitte um reguläre Anmeldung zu diesem Kurstermin, die Entscheidung ob Sie online oder Präsenz teilnehmen möchten, können Sie kurz vor Kursbeginn treffen.
  • Zuordnungen der spezifischen Faszienregionen zu den Spinalnerven und den entsprechenden inneren Organen
  • Lage, Palpation und Beurteilung aller Fasziatome:
    Haut und Subcutis (Fascia superficialis)
    Muskulatur (Aponeurosen und Epimysium)
    Passiver Bewegungsapparat (Periost, Kapsel- und Bandapparat)
    Organe (parietale und viszerale Faszienblätter)
  • manuelle Befunderhebung und Evaluierung des faszialen Zustandes
  • Therapeutische Reize an den Faszien gemäß der Morphologie
  • Miteinbeziehung der vegetativen Innervationswege

Modul 4 kann unabhängig von allen anderen neurogenen Faszienkursen besucht werden.
Allgemeine Voraussetzungen: abgeschlossene Ausbildung Heilmassage, Physiotherapie, manuelle Therapie oder ähnliches, zusätzlich empfohlen: „Fascia Basics“

Modul 4 kann unabhängig von allen anderen Modulen der Neurogenen Faszientherapie absolviert werden.
Empfohlene Voraussetzung: Fascia Basics

34 UE (à 50 min.)

Teilnahmebestätigung

Normalpreis: € 650,--
Ermäßigter Preis: € 620,--
Preis mit Bildungspass: € 590,--

Die angeführten Preise gelten an unserem Standort in Österreich. Für Kosten an unseren Partnerschulen bitten wir, sich direkt an diese zu wenden.
IFO Institut für Fasziale Osteopathie, D-38300 Wolfenbüttel  
https://www.institut-fasziale-osteopathie.de/

Golgi plus, D-86899 Landsberg am Lech  
http://www.golgi-plus.de/seminare/

VPT Verband Physikalische Therapie – Landesgruppe Rheinland-Pfalz-Saar, D-54292 Trier
https://www.vpt-rps.de/

Physios, D-20095 Hamburg
https://physios.de/

AcuMax GmbH, CH-5330 Bad Zurzach
https://www.acumax-kurse.ch

W21NF4 08.07.2021 bis 11.07.2021
zur Anmeldung
 

LL21NF4 15.04.2021 bis 18.04.2021
zur Anmeldung